Standortfrage Gymnasium

Am 18.02.2015 stellten wir mit Verweis auf das am 07.01.2015 von verschiedenen Herzberger Gruppen abgegebene Bekenntnis zum jetzigen Standort des Gymnasiums, auf einen gleichlautenden Beschluss des Stadtverordnetenversammlung sowie auf über 1500 Unterschriften zum Verbleib des Gymnasiums im Stadtkern eine Anfrage an die Kreisverwaltung, in welchem zeitlichen Rahmen eine Entscheidung zum Standort herbeigeführt werden soll. Weiterhin beinhaltete die Anfrage die Bitte um Auskunft, welche Investitionen in den letzten 15 Jahren in die drei kreislichen Gymnasien erfolgt sind.

Zunächst herzlichen Dank an den zuständigen Dezernenten des Kreises Herrn Neumann, der die Anfrage schriftlich anlässlich der Kreistagssitzung am 23.02.2015 detailliert beantworten konnte.

Zu den Antworten nehmen wir wie folgt Stellung:

Während in das Gymnasium Elsterwerda von 2000 bis 2014 rund 2,24 Mio EUR und im gleichen Zeitraum 5,78 Mio EUR in das Gymnasium Finsterwalde investiert wurden, schlagen die Investitionen in das Herzberger Gymnasium mit knapp 0,27 Mio EUR zu Buche. In den letzten 5 Jahren wurden nicht mehr als knapp 8500,00 EUR in die Gebäude des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums gesteckt. In Anbetracht der Größe der Gebäude ist das nicht mal der buchstäbliche Tropfen auf den heißen Stein. Basierend auf diesen Zahlen relativiert sich aus unserer Sicht das Hauptargument der Umzugsbefürworter, dass die Lernbedingungen am jetzigen Standort nicht mehr zeitgemäß sind, deutlich. Nicht der Standort ist für die Lernbedingungen verantwortlich, sondern der aus dem Zahlenwerk herleitbare Sanierungsstau in den Gebäuden zwischen Kirche und Mühlgraben.

Eine Entscheidung zum Standort des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums soll noch dieses Jahr erfolgen. Es wird ein schweres Stück Arbeit die Kreistagsmitglieder vom Verbleib des Gymnasiums am historischen Standort zu überzeugen. Jeder Herzberger Kreistagsabgeordnete hat aus unserer Sicht von nun an in den Fraktionen und Ausschüssen die Aufgabe, die näher kommende und unausweichliche Entscheidung zu Gunsten des historischen Pulsschlages unserer Stadt zu beeinflussen und den Umzug des Gymnasiums in die Anhalter Straße zu verhindern.

Weil HERZBERG ZÄHLT!

pdf20150223 Kreistag - Standortfrage Gymnasium - Anfrage zu Investitionen und Zeitablauf